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  • Sortenprüfung im Kunstfutterbau: zwei interessante Neuerungen beim Bastard-Raigras

    Sortenprüfung im Kunstfutterbau: zwei interessante Neuerungen beim Bastard-Raigras

    Das Bastard-Raigras ist ein ertragreiches, vielseitig nutzbares Futtergras, das in vielen Klee-Gras-Mischungen verwendet wird. Von insgesamt 23 geprüften Sorten überzeugten zwei Neuerungen vor allem hinsichtlich Ertrag und Resistenz gegen die Bakterienwelke.

    Die von Agroscope durchgeführten Sortenversuche an mehr als 20 Arten von Gräsern und Leguminosen ermöglichen die laufende Aktualisierung der «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen». Diese bildet die Grundlage für das Zusammenstellen qualitativ einwandfreier Samenmischungen und ist ein unerlässlicher Ratgeber für die schweizerische Saatgutbranche. Sie stellt sicher, dass der von den Züchtern während vieler Jahre erarbeitete Züchtungsfortschritt an die Praxis weitergegeben wird.

    Sortenprüfung für Bastard-Raigras

    Beim Bastard-Raigras handelt es sich um eine Kreuzung zwischen dem Italienischen und dem Englischen Raigras. Je nach Kreuzungsverfahren gleichen die Nachkommen mehr dem Italienischen oder dem Englischen Raigras. Man unterscheidet deshalb drei Typen von Bastard-Raigras: der italienische (IR), der englische (ER) und der Zwischentyp (IR/ER). Während sich der italienische und der Zwischentyp eher für die Mähnutzung eignen, kann der englische Typ auch geweidet werden.

    Das Bastard-Raigras ist ein raschwüchsiges, qualitativ wertvolles Futtergras. Es findet vorwiegend in dreijährigen Klee-Gras-Mischungen Verwendung, in denen Raigräser gefragt sind, die eine bessere Ausdauer als das Italienische Raigras besitzen. Gute Sorten müssen aber nicht nur ausdauernd, sondern auch ertragreich, konkurrenzfähig und möglichst krankheitsresistent sein.

    Sortenversuch mit Bastard-Raigras im zweiten Versuchsjahr in Goumoens-la-Ville. Gefragt sind konkurrenzfähige, ausdauernde Sorten mit einer hohen Resistenz gegen die Bakterienwelke. (Foto: Agroscope, Rainer Frick)

    Feldversuche an sechs Standorten

    In dreijährigen Feldversuchen von 2018 bis 2020 prüfte Agroscope 23 neue und bereits empfohlene Sorten auf ihre Anbaueignung. Beurteilt wurden der Ertrag, die Verdaulichkeit des Futters, die Bestandesgüte, die Jugendentwicklung, die Konkurrenzkraft, die Ausdauer, die Winterhärte und die Resistenz gegen die Bakterienwelke und Blattkrankheiten. Die Versuchsergebnisse wurden je nach Wuchstyp getrennt ausgewertet. 16 der total 23 geprüften Sorten gehören dem Zwischentyp (IR/ER) an.

    Mit einer selbstfahrenden Erntemaschine werden die Erträge der Kleinparzellen vier- bis fünfmal im Jahr erhoben. (Foto: Agroscope, Rainer Frick)

    Zwei neue Sorten vom Zwischentyp weit vorne klassiert

    Zwei Neuzüchtungen, nämlich LH 1255 und LH 1325, beide vom Zwischentyp, haben die Hürde für die Aufnahme in die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen geschafft. Unter den 16 geprüften Sorten des Zwischentyps rangierten sie sich auf dem zweiten (LH 1255) beziehungsweise auf dem vierten Rang (LH 1325). Die wesentliche Verbesserung zeigten sie in der Resistenz gegen die Bakterienwelke. In dieser Eigenschaft waren sie zusammen mit der empfohlenen Sorte Rusa die besten. Aber auch im Ertrag erzielten sie sehr gute Ergebnisse. Die Sorte LH1255 überzeugte im weiteren durch sehr gute Werte für die Ausdauer, die Bestandesgüte und die Toleranz gegen Wintereinflüsse. Nur mittelmässig sind dagegen die Ergebnisse der Verdaulichkeit. Da dieses Kriterium in der Auswertung nur einfach gewichtet ist, hat dies für das Gesamtergebnis und die Aufnahme als empfohlene Sorte keine Auswirkung. Beide Sorten befinden sich zurzeit noch in der amtlichen Registerprüfung und können erst nach deren Abschluss definitiv empfohlen werden. Die bisher empfohlenen Sorten Antilope und Dorcas schnitten in der Gesamtheit ungenügend ab und verlieren ihre Sortenempfehlung.

    Fazit

    • Das Bastard-Raigras ist ein ertragreiches, vielseitig nutzbares und qualitativ wertvolles Gras für intensiv nutzbare, dreijährige Klee-Gras-Mischungen.
    • Agroscope hat von 2018 bis 2020 insgesamt 23 Sorten von Bastard-Raigras auf die agronomische Eignung geprüft.
    • Die beiden Neuzüchtungen LH 1255 und LH 1325 erzielten in mehreren wichtigen Eigenschaften sehr gute Ergebnisse, besonders aber in Bezug auf den Ertrag und die Resistenz gegen die Bakterienwelke.
    • Aufgrund der noch ausstehenden Registerprüfung können sie erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen aufgenommen werden.
    • Beide Sorten leisten einen wichtigen Beitrag zur Anhebung der agronomischen Qualität des Sortenangebotes beim Bastard-Raigras und ermöglichen damit noch bessere Mischungen für den Kunstfutterbau.
  • Die Schweizer Sojasorten sind gegen das Sojabohnenmosaikvirus gewappnet

    Die Schweizer Sojasorten sind gegen das Sojabohnenmosaikvirus gewappnet

    Zu den Erfolgen des Soja-Züchtungsprogramms der Schweiz gehören Sorten, die gegenüber dem Sojabohnenmosaikvirus (SMV) widerstandsfähig sind – dem Erreger der schwersten viralen Sojabohnenkrankheit. Und dies obwohl sich die Züchtung eigentlich auf andere, prioritäre Kriterien konzentriert.

    Die Sojaproduktion in Europa, die vorwiegend Saatgut Schweizer Herkunft einsetzt, ist auf dem Vormarsch: In den letzten Jahren nahm die Anbaufläche um jährlich 10 % auf 975 000 Hektaren im Jahr 2018 zu. In der Schweiz steigt insbesondere der Anteil biologisch produzierter Sojabohnen kontinuierlich.
    Mit dem zunehmenden Anbau von Soja in Europa könnte sich auch das Sojabohnenmosaikvirus, das über das Saatgut weitergegeben werden kann, ausbreiten, denn das Virus wird beim Zertifizierungsprozess nicht berücksichtigt.

    Das SMV kann sich rasch ausbreiten

    Das Sojabohnenmosaikvirus (Soybean mosaic virus, SMV) ist der Erreger der am weitesten verbreiteten und schwersten viralen Krankheit der Sojabohne. Die Krankheit kann sehr hohe Ernteausfälle verursachen (bei einigen Sorten bis zu 80 %). Die Ausbreitung in allen Anbaugebieten wird durch den weltweiten Saatguthandel begünstigt. In der Anbauparzelle kann das Virus durch mehr als 30 Blattlausarten von Pflanze zu Pflanze übertragen werden. Weil diese Vektoren die Krankheitserreger so schnell aufnehmen und weitergeben, ist die Anwendung von Insektiziden weitgehend wirkungslos. Ausserdem verursacht die Primärinfektion beim Einstechen der Blattläuse kaum Symptome und bleibt häufig unbemerkt, was die Elimination infizierter Pflanzen im Feld erschwert.

    Präventive Bekämpfungsmittel

    Die Krankheit kann nur präventiv bekämpft werden: mit der Verwendung von gesundem Saatgut und dem Einsatz von toleranten oder resistenten Sorten. Welchen Beitrag leisten die von Agroscope gezüchteten Sorten? Das Soja-Züchtungsprogramm in der Schweiz konzentriert sich auf agronomische und qualitative Kriterien: Frühreife, Kältetoleranz, Anpassung an die hiesigen klimatischen Bedingungen und schliesslich Geschmack und Eignung für die Lebensmittelverarbeitung. Wie in den meisten umliegenden Ländern ist die sehr komplexe Züchtung der Widerstandsfähigkeit gegenüber dem SMV nicht prioritär.
    Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung ist jedoch eine bessere Charakterisierung der Schweizer Sorten und der Verbreitung des SMV in der Schweiz wichtig. Die Forschenden bei Agroscope untersuchten die SMV-Prävalenz und die durch das Virus verursachten Schäden in den Jahren 2015 und 2016 bei verschiedenen am Standort Changins gezüchteten Sorten. Es handelte sich dabei um die Sorten Tourmaline, Gallec und Opaline, die 2015 den grössten Anteil am Schweizer Markt hatten.

    Das SMV ist in Changins stark verbreitet

    Die von Agroscope entwickelten Sorten sind einem konstanten viralen Druck ausgesetzt: Das Virus war in der Züchtungsumgebung über zahlreiche Jahre in hoher Dichte vorhanden (in Unkräutern und in der Kultur selbst). Durch diesen Selektionsdruck können Linien mit Symptomen, deren Samen das Virus akkumulieren, früh ausgeschieden werden. Nur Genotypen, die sich durch einen geringen Befall mit dem Virus auszeichnen – die toleranten Genotypen – werden von Generation zu Generation beibehalten. Mit dieser Strategie werden Sorten selektioniert, deren Erträge durch den in der Schweiz beobachteten viralen Druck nicht beeinträchtigt werden. Diese symptomlosen Sorten sind allerdings nicht vollständig resistent und können hohe SMV-Infektionsraten aufweisen.

    Fazit

    • In den Soja-Anbaugebieten der Schweiz hängen die Infektionsraten im Feld massgeblich von Umweltfaktoren ab.
    • Die Gesundheit des Saatguts darf zwar nicht völlig vernachlässigt werden, scheint aber bei der Ausbreitung nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.
    • Die bei Agroscope gezüchteten Sorten sind gegenüber der Krankheit tolerant und gut an den viralen Druck der Region angepasst. Selbst eine hohe Infektionsrate beeinträchtigt den Ertrag dieser Sorten nicht, die keine für die Krankheit typischen Symptome aufweisen.
    • Durch diese Selektion unter viralem Druck kann der Fokus der Forschung auf agronomische, auf den lokalen Markt ausgerichtete Merkmale wie die Frühzeitigkeit oder die Körnerqualität gelegt werden, ohne die Widerstandsfähigkeit direkt einzubeziehen. Ausserdem kann auf eine Züchtung verzichtet werden, die sich auf genetische Marker stützt, was beim SMV besonders komplex ist.
  • Rotklee unter der Lupe: Ergebnisse der Sortenprüfung 2016–2018

    Rotklee unter der Lupe: Ergebnisse der Sortenprüfung 2016–2018

    Von 2016 bis und mit 2018 prüfte Agroscope an sechs Orten 54 Sorten von Rotklee (Trifolium pratense L.). Davon waren 25 Neuzüchtungen und 29 bereits empfohlene Sorten, die erneut geprüft wurden. Bewertet wurden Ertrag, Bestandesgüte, Jugendentwicklung, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Stängelbrenner, Toleranz gegen Wintereinflüsse sowie die Ausdauer. Eine Empfehlung erlaubende Ergebnisse erzielten beim ausdauernden Mattenklee die diploiden Sorten «TP 0715» und «TP 0815» sowie die tertraploiden «TP 0925», «Gregale» und «TP 0855». Beim Weiderotklee nahm «TP 1105» diese Hürde. Von den Kandidaten des kurzdauernden Ackerklees erreichten lediglich die diploiden Sorten «Respect», «Ganymed», «SLM 3.274», «Avisto» und «Elara» die für eine Empfehlung notwendigen Prüfergebnisse. Die Neuzüchtungen «TP 0715», «TP 0815», «TP 0925», «TP 0855», «TP 1105» und «SLM 3.274» müssen vor einer möglichen Empfehlung noch die Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität der Merkmale bestehen. Zudem sind «TP 0815» und «TP 0855» vorerst nur Ersatzsorten. Die bereits empfohlenen Sorten «Formica», «Elanus», «Astur», «Diplomat», «Merian», «Monaco», «Aber- Claret», «Dimanche» und «Taifun» werden auf Grund ihrer Ergebnisse aus der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen. Sie dürfen noch bis Ende 2021 als empfohlene Sorten eingesetzt werden.

  • Versuche mit Wiesenschwingel: zwei neue Sorten empfohlen

    Versuche mit Wiesenschwingel: zwei neue Sorten empfohlen

    Von 2016 bis 2018 prüfte Agroscope in vergleichenden Sortenversuchen an sechs Standorten insgesamt 23 Sorten von Wiesenschwingel, darunter 16 Neuzüchtungen. Die Beurteilung der Sorten erfolgte auf der Basis von systematischen Erhebungen und Beobachtungen von Ertrag, Güte, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegen Wintereinflüsse, Resistenz gegen Blattkrankheiten, Verdaulichkeit der organischen Substanz und Anbaueignung für höhere Lagen. Zwei Neuzüchtungen erzielten Ergebnisse, die eine Aufnahme in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» erlauben: FP 0945 und Cosmopolitan. Sie werden empfohlen, sobald sie die rechtlichen Voraussetzungen für die Handelbarkeit erfüllen. Zurzeit ist dies nur für die Sorte Cosmopolitan der Fall. Alle bis dahin empfohlenen Sorten behalten ihre Empfehlung bis auf weiteres.

  • Sortenversuche 2015–2017 mit xFestulolium braunii und Futtertrespe

    Sortenversuche 2015–2017 mit xFestulolium braunii und Futtertrespe

    In den Jahren 2015 bis 2017 prüfte Agroscope in vergleichenden Sortenversuchen an sechs Standorten sieben Neuzüchtungen von xFestulolium braunii (K. Richter) A. Camus und vier Sorten von Futtertrespen (Bromus spp.) auf ihre agronomischen Eigenschaften. Untersucht wurden die Merkmale Ertrag, Jugendentwicklung, Bestandesgüte, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke (nur xF. braunii), Winterhärte und Verdaulichkeit der organischen Substanz. Ein für jede Sorte berechneter Indexwert erlaubt den Vergleich mit den bereits empfohlenen Standardsorten. Da für xFestulolium braunii keine empfohlenen Sorten existieren, wurden diese mit vier empfohlenen Sorten von Bastard-Raigras (Lolium x hybridum Hausskn.) verglichen. Die geprüften Sorten von xFestulolium braunii blieben in ihren Leistungen hinter den Erwartungen zurück. Nur die von Agroscope gezüchtete Sorte Felimare erreichte das Niveau der Standardsorten, ohne aber die Mindestanforderung für eine Empfehlung zu schaffen. Die Aufnahme einer oder mehrerer Sorten von xFestulolium braunii auf die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen bleibt somit weiterhin aus. Bei der Futtertrespe kann die neue Sorte DLF BSI-3301, eine Sitkatrespe (B. sitchensis), auf die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen aufgenommen werden, sobald sie die rechtlichen Voraussetzungen für ein Inverkehrbringen in der Schweiz erfüllt, was zurzeit noch nicht gegeben ist.

  • Neue Sortenempfehlung beim Knaulgras: RGT Lovely statt Lazuly

    Neue Sortenempfehlung beim Knaulgras: RGT Lovely statt Lazuly

    Agroscope prüfte von 2015 bis 2017 an sieben Standorten insgesamt 23 Sorten des Knaulgrases (Dactylis glomerata L.), davon elf Neuzüchtungen, auf ihre Verwendungseignung unter Schweizer Anbaubedingungen. Die Sorten wurden nach dem Ertrag, der Verdaulichkeit des Futters, der Güte des Bestandes, der Jugendentwicklung, der Konkurrenzkraft, der Resistenz gegen Blattkrankheiten, der Toleranz gegen Wintereinflüsse sowie der Ausdauer bewertet. Dabei erhielten die Güte, die Verdaulichkeit und die Ausdauer doppeltes Gewicht. Von allen geprüften Neuzüchtungen erfüllte einzig die mittelspäte Sorte RGT Lovely die Anforderungen für eine Empfehlung. Sie lieferte unter den geprüften Sorten hinsichtlich Ertrag, Konkurrenzkraft und Toleranz gegen Wintereinflüsse die besten Ergebnisse. Zudem schnitt sie in der Ausdauer und der Resistenz gegen Blattkrankheiten hervorragend ab. Die bereits empfohlene Sorte Lazuly wird trotz guter agronomischer Eigenschaften aus der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen, da sie die Anforderungen hinsichtlich Verdaulichkeit deutlich nicht mehr erfüllt. Sie darf deshalb nur noch bis Ende 2020 als empfohlene Sorte eingesetzt werden.

  • Typologie der Produktion von Weiden

    Typologie der Produktion von Weiden

    Bei der Planung der Viehbesatzdichte von Weiden stützt sich die Berechnung der voraussichtlich erforderlichen Fläche auf die Einschätzung des Potenzials zur Futterproduktion. Das Wachstum des Grases wurde seit 2000 auf verschiedenen intensiv und mittel intensiv bewirtschafteten Weiden im Südosten der Schweiz gemessen. Es wurden die Amplitude und die Dynamik über den Jahresverlauf von 226 Wachstumskurven analysiert und mit verschiedenen Klima- und Umweltparametern in Beziehung gesetzt. Die gemessenen Werte wurden in allgemeinen Kategorien zusammengefasst, die zu einer zwei Tabellen umfassenden Typologie führten. In der ersten Tabelle sind die Daten der vier Schlüsselphasen einer Weide festgehalten («Beginn», «Spitze», «Sommer», «Herbst»), je nach Höhe und Frühzeitigkeit der Vegetationsperiode. Die zweite Tabelle hält die für die Berechnung der Besatzdichte nützlichen Referenz-Wachstumsraten fest. 32 % der gesamten Varianz lassen sich mit vier Variablen erklären. Da sich die Wirkung der Variable «botanische Zusammensetzung » nicht klar umschreiben lässt, wurden nur die «Höhe», die «Bodentiefe» und das «Klima» für die Typologie verwendet. Die Referenz- Wachstumsraten wurden für die vier Phasen und die drei gewählten Variablen berechnet. Die grosse noch verbleibende Variabilität zeigt aber, dass die Berücksichtigung aller Eigenschaften einer Wiese und die klimatischen Bedingungen eines Jahres zur präzisen Beschreibung des Graswachstums unerlässlich sind. Mit der Entwicklung eines auf landwirtschaftliche und klimatische Faktoren abgestützten Modells könnte das Graswachstum an einem bestimmten Standort und in einem gegebenen Jahr genauer abgeschätzt werden.

  • Winterweizen: Bilanz aus 15 Jahren Sortenprüfung unter extensiven Anbaubedingungen

    Winterweizen: Bilanz aus 15 Jahren Sortenprüfung unter extensiven Anbaubedingungen

    Damit eine neue Weizensorte in der Schweiz oder im Ausland auf den Markt kommen kann, muss sie eine Reihe von Tests bestehen und beweisen, dass sie bereits angebauten Sorten bezüglich Kornertrag, Qualität oder Krankheitsresistenz überlegen ist. In diesem als Sortenprüfung bezeichneten Verfahren, wird «vom Guten das Beste» ausgewählt. Ist es möglich, diesem Verfahren einen Wert zu geben? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, wurden die Ergebnisse zu allen während der vergangenen 15 Jahre getesteten Sorten untersucht. Es wurden drei Ansätze ausgewählt, um eine Bilanz über die Sortenprüfung bei Winterweizen zu ziehen: Zuerst wurde die Zahl der getesteten Sorten mit der Zahl der Sorten verglichen, die in den Nationalen Sortenkatalog und in die Listen der empfohlenen Sorten aufgenommen wurden. Anschliessend wurde die Entwicklung der Leistung verschiedener Sorten im Lauf der Zeit berechnet. Schliesslich wurde mit einem ökonomischen Ansatz die Grössenordnung des wirtschaftlichen Mehrwerts geschätzt, der durch die Auswahl im Rahmen der Sortenprüfung und durch die Identifikation der besten Sorten erzielt wurde (Vergleich der Bruttoeinnahmen der drei besten getesteten Sorten jedes Jahres mit den durchschnittlichen Bruttoeinnahmen der aktuellen Sorten). Die Ergebnisse heben den Mehrwert hervor, der durch die Sortenprüfung für die ganze Produktionskette von der Züchtung über die Produktion und Verarbeitung bis hin zu den Konsumentinnen und Konsumenten erzeugt wird.

  • Englisches Raigras: neue Sorten für den Schweizer Kunstfutterbau empfohlen

    Englisches Raigras: neue Sorten für den Schweizer Kunstfutterbau empfohlen

    Agroscope führte von 2014 bis 2016 Sortenversuche mit Englischem Raigras (Lolium perenne) durch. Bewertet wurden Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Verdaulichkeit des Futters (VOS) sowie Anbaueignung für höhere Lagen. Bei der Beurteilung wurde erstmalig die Ploidie berücksichtigt. Sechs Neuzüchtungen stachen hervor: Die frühe diploide Neuzüchtung LP 0725 überzeugte hinsichtlich Ertrag, Konkurrenzkraft und VOS. Bei Artonis (früh, tetraploid) kam die Anbaueignung für höhere Lagen hinzu. Praetorian (spät, diploid) fiel durch ihren Ertrag und die Resistenz gegen Blattkrankheiten auf. Bei LP 0765 (spät, diploid) sind es die Güte, die Jugendentwicklung und die Anbaueignung für höhere Lagen. Die Neuzüchtungen LP 0886 und Soronia (beide spät, tetraploid) glänzten in Ertrag, Güte, Jugendentwicklung und Anbaueignung für höhere Lagen. Bei LP 0886 ist zusätzlich die Ausdauer zu erwähnen. Artonis, Praetorian und Soronia können sofort empfohlen werden, LP 0725, LP 0765 und LP 0886 erst nach Bestehen der im Ausland durchgeführten Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität der Merkmale. Die bis anhin empfohlenen Sorten Lacerta, Dexter 1, Elgon, Calibra und Barnauta werden aufgrund ihrer Ergebnisse nur noch bis Ende 2019 empfohlen.

  • Eignung von Emmer und Einkorn für den Anbau

    Eignung von Emmer und Einkorn für den Anbau

    Einkorn und Emmer sind bespelzte Brotgetreidearten, deren Anbau heute weitgehend aufgegeben wurde. Es sind genügsame und widerstandsfähige Arten, die sich durch einen hohen Gehalt an Mineralien und anderen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen auszeichnen. Der Anbau dieser Getreide ist grundsätzlich möglich, für die Kultivierung sind aber fundierte Kenntnisse zu ihren agronomischen Eigenheiten unerlässlich. In dieser Arbeit wurden sieben beziehungsweise elf Akzessionen und Sorten von Einkorn und Emmer geprüft und mit drei Weichweizen- und drei Hartweizensorten verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Anbau dieser Getreidearten möglich ist, wenn nur wenig Stickstoffdünger eingesetzt wird. Das Ertragsniveau der beiden Arten liegt allerdings unter demjenigen von Weizen und bei Emmer ist die Standfestigkeit selbst mit einer zurückhaltenden Stickstoffdüngung ein Problem.

  • Timothe: zwei neue Sorten empfohlen

    Timothe: zwei neue Sorten empfohlen

    In den Jahren 2013 – 2015 prüfte Agroscope insgesamt 21 Sorten von Timothe (Phleum pratense) im Feld auf ihre Anbaueignung. Sieben Sorten davon waren bereits empfohlen. Sie dienten dem Versuch als Standard und hatten zugleich die Prüfung erneut zu bestehen. Folgende Eigenschaften wurden bewertet: Futterertrag und – verdaulichkeit, Güte (Dichte, Üppigkeit und Ebenmässigkeit des Bestandes), Jugendentwicklung, Ausdauer (Güte am Ende der Prüfperiode), Resistenz gegen Blattkrankheiten, Toleranz gegen Wintereinflüsse sowie Konkurrenzkraft. Zwei Neuzüchtungen können aufgrund guter Versuchsergebnisse neu in die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen aufgenommen werden: Polarking, die in den wichtigen Eigenschaften Ertrag, Güte, Ausdauer, Verdaulichkeit und Konkurrenzkraft überzeugte, sowie Summergraze, die überdurchschnittliche Leistungen in Ertrag, Güte, Ausdauer und der Anbaueignung für höhere Lagen zeigte. Die bis anhin empfohlene Sorte Moverdi wird wegen ihrer äusserst schwachen Ertragsleistung nicht mehr empfohlen und aus der Liste gestrichen.

  • Erträge und Bodenparameter nach 20 Jahren Direktsaat und Pflug

    Erträge und Bodenparameter nach 20 Jahren Direktsaat und Pflug

    Seit 1994 werden auf der Dauerbeobachtungsfläche Oberacker am Inforama Rütti in Zollikofen auf einem schwach humosen sandigen Lehm die beiden Anbausysteme Direktsaat und Pflug miteinander verglichen. In einem Streifenversuch mit sechs verschiedenen Parzellen werden im Rahmen einer Fruchtfolge die sechs Kulturen Eiweisserbsen – Winterweizen – Ackerbohnen – Wintergerste – Zuckerrüben – Silomais angebaut. Nach 20 Versuchsjahren wurden die Nährstoffversorgung des Bodens untersucht und die Erträge statistisch ausgewertet. Die Bodenproben wurden schichtweise bis in eine Tiefe von 50 cm entnommen und auf organischen Kohlenstoff (Corg), Stickstofftotalgehalt (Ntot), Phosphor (P), Calcium (Ca), Kalium (K), Magnesium (Mg), pH-Wert und Lagerungsdichte untersucht. Im Gegensatz zum Pflugsystem waren bei Direktsaat Corg, Ntot, K und Mg in der obersten Bodenschicht angereichert, der pH-Wert war tiefer und P und Ca zeigten leichte Konzentrationsmaxima bei rund 20 cm Tiefe. Über das ganze Bodenprofil betrachtet war der Vorrat an Corg und allen untersuchten Nährelementen in beiden Systemen vergleichbar hoch. Der über 20 Jahre gemittelte Relativertrag ist bei der Direktsaat im Vergleich zum Pflug um 2,6 % tendenziell, aber nicht signifikant höher. Bei der langjährig auf die Direktsaat abgestimmten Fruchtfolge (ab 2000 ohne Kartoffeln) mit permanenter Bodenbedeckung erbrachten Wintergetreide und Leguminosen im Direktsaatsystem sogar signifikant höhere Erträge als bei gepflügten Böden.

  • Neue Sorten von Westerwoldischem Raigras und Perserklee empfohlen

    Neue Sorten von Westerwoldischem Raigras und Perserklee empfohlen

    Von 2013 bis 2015 prüfte Agroscope 33 Sorten des Westerwoldischen Raigrases (Lolium multiflorum Lam. var. westerwoldicum Mansh.) und fünf Sorten des Perserklees (Trifolium resupinatum L.) auf ihre Anbauwürdigkeit. Bewertet wurden Ertrag, Güte des Bestandes, Ausdauer, Resistenz gegen Blattkrankheiten, Trockensubstanzgehalt und Konkurrenzkraft. Beim Westerwoldischen Raigras kam der Gehalt an verdaulicher organischer Substanz hinzu. Folgende Westerwoldische Raigräser erreichten neu eine Empfehlung: ILVO 135825 glänzte mit sehr guten Leistungen in Gesamtertrag sowie Krankheitsresistenz, Bendix wies solide Erträge und die beste Verdaulichkeit der Versuchsserie auf, und Prodag überzeugte mit sehr guten Beständen sowie hohen Erträgen. Die diploide Sorte Pulse erwies sich als ertragreich bei jedoch etwas geringerer Verdaulichkeit. Die Neuzüchtung Logics, welche die Sorte Bravis 1 ersetzt, hatte die beste Konkurrenzkraft des Versuches und sehr gute Bestände. Acht Neuzüchtungen mit sehr guten Leistungen mussten wegen der Begrenzung der Anzahl empfohlener Sorten bei den Ersatzsorten eingeteilt werden. Die bisher empfohlenen Sorten Imperio, Peleton, Primora und Melmondo wurden wegen ungenügender Leistungen aus der Liste gestrichen. Zwei Sorten des Perserklees werden künftig neu empfohlen: Gorby, mit den ersten Rängen in Güte, Jungendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer und Resistenz gegen Kleeschwärze , sowie Rusty, welche die beste Ertragsleistung vorweisen konnte.

  • Rohrschwingel: bisherige Sorten unbestritten, neue noch nicht überzeugend

    Rohrschwingel: bisherige Sorten unbestritten, neue noch nicht überzeugend

    In den Jahren 2012 bis 2014 führte Agroscope im Rahmen der Sortenprüfung an insgesamt sieben Standorten Versuche mit 17 Sorten von Rohrschwingel (Festuca arundinacea Schreber) und zwei Sorten von xFestulolium krasanii durch. Untersucht wurden folgende Eigenschaften: Trockensubstanz-Ertrag, Jugendentwicklung, Bestandesgüte, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Blattkrankheiten, Ausdauer, Winterhärte, Verdaulichkeit sowie die Feinheit der Blätter. Um die Sorten bewerten und miteinander vergleichen zu können, berechneten wir für jede Sorte einen Indexwert, der dem Durchschnitt aller erhobenen Parameter entspricht. Aufgrund der Ergebnisse verbleiben sämtliche bisher empfohlenen Sorten auf der Liste der empfohlenen Futterpflanzen. Von den geprüften Neuzüchtungen erreichte keine einen Indexwert, der eine Empfehlung zulassen würde. Allerdings lieferten einige neue Sorten vielversprechende Ergebnisse, die zeigen, dass sich die Züchtung beim Rohrschwingel auf dem richtigen Weg befindet.

  • Bastard-Raigras: 26 Sorten im Feld geprüft

    Bastard-Raigras: 26 Sorten im Feld geprüft

    In den Jahren 2012 bis 2014 führte Agroscope im Rahmen der Sortenprüfung an insgesamt sechs Orten Versuche mit 25 Sorten von Bastard-Raigras (Lolium x hybridum Hausskn.) und einer dem Bastard-Raigras nahen Sorte von xFestulolium braunii durch. Darunter waren zwölf wieder zu prüfende, bereits empfohlene Sorten. Beurteilt wurden Trockensubstanzertrag, Verdaulichkeit, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegen Wintereinflüsse sowie Resistenzen gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke. Die Neuzüchtungen G 0373 und G 0366 erfüllten die für eine Sortenempfehlung geltenden agronomischen Leistungsvorgaben. Für G 0373, einer in ihrer Gestalt zwischen Italienischem und Englischem Raigras liegenden Sorte, sind vor allem gute Werte in Ertrag, Krankheitsresistenz und Toleranz gegen Wintereinflüsse zu nennen. Die Sorte G 0366, die eher dem Englischen Raigras gleicht, konnte mit guten Krankheitsresistenzen, guter Winterhärte, schönen Beständen und guter Ausdauer überzeugen. Die bereits empfohlenen Sorten Redunca und Enduro erbrachten die notwendigen agronomischen Leistungen nicht mehr und werden von der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen. Die beiden erwähnten Neuzüchtungen müssen neben dieser erfolgreichen agronomischen Prüfung noch die Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität ihrer Merkmale bestehen, damit sie empfohlen werden können.

  • Rapsstängelrüssler: Einfluss auf den Ertrag und Bekämpfungsschwelle

    Rapsstängelrüssler: Einfluss auf den Ertrag und Bekämpfungsschwelle

    Der Rapsstängelrüssler (Ceutorhynchus napi Gyll.) tritt in der Schweiz seit der Einführung des Rapsanbaus während des 2. Weltkrieges als Schädling dieser Kulturen auf. Der Einfluss des Schädlings auf den Ertrag und die Möglichkeit, eine Bekämpfungsschwelle festzulegen, wurde von 1981 bis 2008 untersucht. Der Rapsstängelrüssler befällt Rapskulturen im Winter, wenn die Boden- und Lufttemperaturen 5 °C respektive 11 °C überschreiten. Die Schäden werden hauptsächlich durch Bohrstellen für die Eiablage verursacht, welche Unregelmässigkeiten beim Wachstum der Stängel zur Folge haben. Da eine gute Korrelation zwischen dem Anteil der Pflanzen mit Bohrstellen bei einer Stängellänge zwischen 5 und 10 cm und der Anzahl Larven pro Pflanze in der Blütezeit besteht, lässt sich mit diesem Parameter eine Bekämpfungsschwelle festlegen. Beim aktuellen Preis für Raps (0,80 CHF/kg) muss ein zusätzlicher Ertrag von etwa 2 kg/a erreicht werden, damit der Aufwand für eine Behandlung gedeckt werden kann. Verluste in dieser Grössenordnung werden bei einer bis drei Larven pro Pflanze verursacht. Damit wird die Bekämpfungsschwelle erreicht, wenn zwischen 45 und 65 % der Pflanzen Symptome im Zusammenhang mit Gelegen aufweisen. Durch eine Behandlung wird kein zusätzlicher Ertrag erreicht, wenn die Schwelle unterschritten bleibt, und eine Ertragssteigerung um durchschnittlich 2,7 kg/a, wenn sie überschritten wird. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es deshalb wichtig, dass erst bei einer Überschreitung der Schwelle behandelt wird. In der Schweiz muss bei der Entscheidung der für eine Extenso-Kultur entrichtete Beitrag von 400 CHF/ha (entspricht 5 kg/a Raps) miteinbezogen werden.

  • Sechs neue Sorten von Englischem Raigras aus Schweizer Züchtung

    Sechs neue Sorten von Englischem Raigras aus Schweizer Züchtung

    Aus dem Zuchtprogramm von Agroscope wurden 2013 sechs neue tetraploide Sorten von frühreifem (Arcturus, Algira und Salmo) und spätreifem (Allodia, Vidalia und Soraya) Englischem Raigras (Lolium perenne L.) in die Schweizer Liste der empfohlenen Sorten für Futterpflanzen aufgenommen. Die Abstammung der drei frühen Sorten geht direkt auf diploides Schweizer Ökotypenmaterial zurück, das in den 1990er-Jahren in den tetraploiden Zustand überführt wurde. Für die Entwicklung der späten Sorten wurde das neue, tetraploide Ökotypenmaterial noch zusätzlich mit spätreifen tetraploiden Sorten gekreuzt. Im Vergleich zu den Standardsorten zeigten die Neuzüchtungen eine teils signifikante Steigerung in der Anfangsentwicklung und im Ertragsniveau, wobei im späten Sortiment zudem die Verdaulichkeit und die Resistenz gegenüber Kronenrost (Puccinia coronata f. sp. lolii) und Blattfleckenkrankheiten (Drechslera spp.) gesteigert werden konnte. Es zeigte sich, dass die Strategie, diploides Material bis zur potenziellen Sortenreife zu züchten und dann in den tetraploiden Zustand zu überführen, ein vielversprechender Weg ist, rasch neuetetraploide Sorten zu entwickeln.

  • Prüfung von Italienischem Raigras: Bewährungsprobe für 37 Sorten

    Prüfung von Italienischem Raigras: Bewährungsprobe für 37 Sorten

    In den Jahren 2012 bis 2014 prüfte Agroscope an fünf Orten 18 diploide und 19 tetraploide Sorten Italienisches Raigras auf ihre Anbaueignung; vier beziehungsweise acht davon waren bereits empfohlen und wurden erneut Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke sowie Verdaulichkeit. In der diploiden Gruppe erfüllten die Neuzüchtungen Rabiosa und LI 0615 die agronomischen Anforderungen für eine Empfehlung. Sie taten sich vor allem mit einem hohen Ertrag hervor. Die bis anhin empfohlene Sorte Rangifer wird aufgrund der Ergebnisse nicht mehr empfohlen und aus der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen. In der tetraploiden Gruppe überzeugte LI 0735 mit soliden Werten in allen Merkmalen und erfüllte die agronomischen Anforderungen deutlich. Die bisher auf der Liste geführten Sorten Ellire, Zebu, Alces und Gemini genügen den Anforderungen für eine Empfehlung nicht mehr und werden gestrichen. Die Neuzüchtungen LI 0615 und LI 0735 müssen neben der agronomischen Prüfung noch die Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität ihrer Merkmale bestehen, damit sie empfohlen werden können.

  • Physiologische Eigenschaften von Kartoffelsorten und Konsequenzen für die Produzenten

    Physiologische Eigenschaften von Kartoffelsorten und Konsequenzen für die Produzenten

    Die Physiologie der Kartoffelknolle ist von zwei aufeinanderfolgenden Phasen geprägt: die Keimruhe und die Inkubationsdauer. Die Keimruhe ist die Periode, während der die Knolle vegetativ ruht und nicht keimt, die Inkubationsdauer beginnt mit der Keimung und ist mit der Bildung der ersten Tochterknollen abgeschlossen. Die Dauer der Keimruhe und Inkubation ist eine spezifische Eigenschaft der einzelnen Sorten. Sorten mit kurzer Keimruhe sind schwieriger zu lagern und Sorten mit kurzer Inkubationsdauer altern schneller. Bei einer Überalterung der Knolle sind der Auflauf der Pflanzen und der Ertrag eingeschränkt. Ausserdem reagieren bestimmte Sorten besonders empfindlich auf ein Abkeimen, ein Eingriff, bei dem die physiologische Alterung der Pflanzen künstlich beschleunigt wird. Um die physiologischen Eigenschaften der Sorten zu beschreiben, die in der Kartoffelliste 2015 aufgeführt sind, führte Agroscope spezifische Versuche durch. Diese Versuche zeigten, dass Keimruhe, Inkubationsdauer und Empfindlichkeit gegenüber einer Abkeimung voneinander unabhängige Merkmale sind. Die Versuche ermöglichten eine Beschreibung der physiologischen Eigenschaften aller empfohlenen Sorten der Kartoffelliste 2015 (die Ergebnisse sind in einer Tabelle zusammengefasst). Diese Beschreibung ist eine wichtige Voraussetzung für eine geeignete Lagerung, zur Bestimmung der Bedingungen und Dauer der Vorkeimung, für ein gutes Auflaufen der Pflanzen und eine rasche vegetative Entwicklung. All diese Faktoren sind die für einen hohen Knollenertrag entscheidend.

  • Sortenprüfung mit Rotklee: deutliche Fortschritte

    Sortenprüfung mit Rotklee: deutliche Fortschritte

    In den von 2011 bis 2013 an sechs Orten durchgeführten Sortenversuchen mit 30 Neuzüchtungen und 24 bereits empfohlenen Sorten von Rotklee (Trifolium pratense L.) stellte Agroscope deutliche Zuchtfortschritte fest: Bewertet wurden Ertrag, Bestandesgüte, Jugendentwicklung, Resistenz gegen Blattkrankheiten, Toleranz gegen Wintereinflüsse und Ausdauer. Ergebnisse, die neu eine Empfehlung erlauben, erzielten bei den ausdauernden Sorten (Mattenklee) im diploiden Sortiment «TP 0425» und «TP 0445», im tetraploiden Sortiment «TP 0645» und «TP 0486», bei den kurzdauernden Sorten (Ackerklee) im diploiden Sortiment «Bonus», «TP 0725», «Regent», «Harmonie», «AberClaret», «Garant» und «Dimanche» sowie im tetraploiden Sortiment, «Magellan», «Hammon» und «Atlantis». Die Neuzüchtungen «TP 0425», «TP 0445», «TP 0645», «TP 0486» und «TP 0725» müssen noch die Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität ihrer Merkmale bestehen, damit sie empfohlen werden können. Die Sorten «Corvus», «Larus», «Suez», «Slavoj», «Sigord» und «Maro» genügen den Anforderungen nicht mehr und werden aus der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen. Sie dürfen noch bis Ende 2016 als empfohlene Sorten eingesetzt werden.

  • Auswirkungen langjähriger biologischer Landwirtschaft

    Auswirkungen langjähriger biologischer Landwirtschaft

    Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe prüfen, ob es sich lohnt, von konventioneller auf biologische Produktion umzustellen. Dabei ist es wichtig zu wissen, ob sich die Ertrags- und Umwelt-Leistungen verändern. Ungenügend erforscht ist insbesondere die Frage, wie sich die Dauer der biologischen Bewirtschaftung auf die Erträge, die Unkrautpopulationen, die Biodiversität und die Bodenfruchtbarkeit auswirkt. Um dies zu untersuchen wurden 34 Parzellen verteilt über vier Betriebsgruppen (konventionelle Betriebe (ÖLN), kürzlich umgestellte sowie «junge» und «alte» Biobetriebe) verglichen. Die Studie zeigt zwar, dass auf Bio-Parzellen kleinere Winterweizen-Erträge erzielt werden als auf ÖLN-Parzellen; die Erträge sinken aber mit der Dauer der biologischen Bewirtschaftung nicht. Auch der Unkrautdruck hat mit der Dauer der biologischenBewirtschaftung nicht zugenommen. Allerdings variierte die Unkrautsituation je nach Parzelle stark, und auf einzelnen Parzellen stellten Problemunkräuter ein beachtliches Problem dar. Die Studie zeigt, dass sich die Dauer der biologischen Bewirtschaftung auf gemischtwirtschaftlich geführten Betrieben unter Schweizer Bedingungen nicht negativ auf Erträge oder Bodenfruchtbarkeit auswirkt.

  • Weissklee und Wiesenrispengras erneut geprüft

    In den Jahren 2010 bis 2012 führten die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins- Wädenswil ACW Versuche mit 20 Sorten Weissklee und zwölf Sorten Wiesenrispengras durch. Beim Weissklee waren zehn davon Neuzüchtungen, beim Wiesenrispengras waren es acht. Beurteilt wurden die Jugendentwicklung, die Güte des Bestandes (allgemeiner Eindruck, Bestandesdichte, Nachwuchsvermögen), die Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, die Krankheitsresistenz gegenüber Blattkrankheiten, die Ausdauer (Güte am Ende des letzten Versuchsjahres) sowie die Anbaueignung für höhere Lagen. Beim Weissklee wurde zudem der Gehalt an blausäureabspaltenden Glykosiden beurteilt und beim Wiesenrispengras der Gehalt an verdaulicher organischer Substanz. Vier Neuzüchtungen von Weissklee, nämlich «CW 0905», «CW 0904», «TR 0505» und «TR 0705», und drei beim Wiesenrispengras, «PP 0515», «PP 0425» und «Varenzo 5», erbrachten für eine Empfehlung genügende Leistungen. Leider fehlt bei allen noch das Bestehen der sogenannten Registerprüfung, damit sie empfohlen werden dürfen. Aufgrund der Ergebnisse werden die bisher empfohlenen Weisskleesorten «Vysocan» und «Seminole» sowie die Wiesenrispengrassorte «Tommy» nicht mehr empfohlen.

  • Knaulgras: Prüfergebnisse von 31 Sorten

    In den Jahren 2010 bis 2012 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins- Wädenswil ACW 31 Sorten von Knaulgras im Feld an sieben Standorten auf ihre Anbaueignung. Neben den 17 Neuzüchtungen wurden dabei die bereits empfohlenen Sorten erneut geprüft. Erfasst wurden dazu Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten sowie Gehalt an verdaulicher organischer Substanz. Von den frühreifen Sorten kann Berta neu empfohlen werden. Herausragendes Merkmal ist die sehr gute Verdaulichkeit dieser Sorte. Die bis anhin empfohlene Sorte Loke wird aufgrund der Ergebnisse nach fast dreissig Jahren aus der «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen » gestrichen. Beim spätreifen Sortiment wird Barlegro neu empfohlen. Diese Neuzüchtung war die beste aller geprüften spätreifen Sorten und glänzte vor allem in der Verdaulichkeit, Jugendentwicklung, Bestandesgüte sowie Konkurrenzkraft. Die Ergebnisse der bisher auf der Liste geführten Sorten Accord und Foly genügen den Anforderungen für eine Empfehlung nicht mehr, womit diese Sorten aus der Liste gestrichen werden müssen.

  • Englisches Raigras: 62 Sorten mussten sich bewähren

    In den Jahren 2009 bis 2011 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW 62 Sorten von Englischem Raigras, davon 45 Neuzüchtungen. Erfasst wurden Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke, Verdaulichkeit der organischen Substanz sowie Anbaueignung für höhere Lagen. Von den frühen bis mittelfrühen Sorten erzielten Algira, Arcturus und Salmo Ergebnisse, die eine Aufnahme in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» erlauben. Wegen nicht abgeschlossener Zulassungsverfahren sind Empfehlung und Handel dieser drei Sorten vorerst unmöglich. Die bis anhin empfohlenen Sorten Arvella, Lipresso und Cavia werden aufgrund der Ergebnisse aus der Liste gestrichen. Bei den mittelspäten bis späten Sorten werden Soraya, Mercedes, Trivos und Dexter 1 neu empfohlen. Auch die Neuzüchtungen Allodia und Vidalia erzielten für eine Empfehlung genügende Ergebnisse. Diese ist wegen hängiger Zulassungsverfahren vorerst unmöglich, ebensowenig der Handel dieser Sorten. Die bisher auf der Liste geführte Sorte Premium genügt den Anforderungen für eine Empfehlung nicht mehr.

  • Die Versicherer im Test: Ergebnisse der Sortenversuche mit Rotschwingel und Kammgras

    Von 2008 bis 2010 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW Neuzüchtungen und empfohlene Sorten von Rotschwingel und Kammgras hinsichtlich ihrer Anbaueignung. Die Beurteilung der Sorten beruhte auf systematischen Erhebungen von Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten sowie der Anbaueignung für höhere Lagen. Beim Kammgras wurde zudem die verdauliche organische Substanz bestimmt. Bei beiden Arten konnten die Neuzüchtungen keine für eine Empfehlung genügenden Ergebnisse erzielen. Dennoch könnten besondere Eigenschaften der Neuzüchtung von Rotschwingel FR 0315 in bestimmten Fällen einen Mehrnutzen bringen und somit eine Empfehlung rechtfertigen. Leider erfüllt FR 0315 noch nicht alle rechtlichen Voraussetzungen für ein Inverkehrbringen in der Schweiz. Dieser Umstand verhindert eine Empfehlung zum jetzigen Zeitpunkt. Die bereits empfohlenen Sorten beider Arten werden weiterhin auf der «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» belassen.

  • Sortenprüfung Wiesenschwingel: Bewährungsprobe für alt und neu

    In den Jahren 2008 bis 2010 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW in vergleichenden Sortenversuchen an sieben Standorten insgesamt 18 Sorten von Wiesenschwingel, darunter 13 Neuzüchtungen. Die Beurteilung der Sorten beruhte auf systematischen Erhebungen von Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten, verdaulicher organischen Substanz sowie der Anbaueignung für höhere Lagen. Zwei Neuzüchtungen erzielten Ergebnisse, die eine Aufnahme in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» erlauben: FP 0415 und FP 0335. Sie werden in die empfehlende Liste aufgenommen, sobald sie alle rechtlichen Voraussetzungen für ein Inverkehrbringen in der Schweiz erfüllen. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht der Fall. Alle bis anhin empfohlenen Sorten werden weiterhin empfohlen.

  • Ableitung der Stickstoffdüngungsnormen von Ackerkulturen

    In dieser Arbeit wird das Prinzip der ökonomisch optimalen N-Düngung (Nopt) erläutert. Es erlaubt die quantitative Ableitung von Stickstoffdüngungsnormen anhand von N-Düngungsversuchen. Das so gefundene optimale Niveau der N-Düngung stellt einen guten Kompromiss dar zwischen den ökonomischen und ökologischen Zielen des Ackerbaus. Im Rahmen der Arbeiten für die ‚Grundlagen der Düngung im Acker- und Futterbau (GRUDAF) 2009‘ wurde basierend auf umfangreichen N-Düngungsversuchen die Nopt für mehrere wichtige Ackerkulturen bestimmt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen führten zu bei allen Kulturen mit Ausnahme von Mais zu einer Anhebung der optimalen N-Düngung um 10 bis 40 kg N ha-1. Um eine der Standortproduktivität angepasste N-Düngung zu fördern, wurden die N-Düngungsnormen dieser Kulturen jedoch nicht generell erhöht. Es wurden jedoch ertragsabhängige Korrekturfaktoren für die zu düngende N-Menge eingeführt.

  • Bastard-Raigras und Wiesenfuchsschwanz: Sortenversuche 2007 bis 2009

    Neunundzwanzig Sorten von Bastard-Raigras und acht Sorten von Wiesenfuchsschwanz wurden in den Jahren 2007 bis 2009 auf ihre Anbaueignung geprüft. Die Ansaaten erfolgten sowohl in Reinsaat als auch in Mischung mit Klee. Wir untersuchten folgende Eigenschaften: Ertrag, Jugendentwicklung, Bestandesgüte, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Verdaulichkeit sowie beim Wiesenfuchsschwanz die Anbaueignung für höhere Lagen. Beim Bastard-Raigras erzielten die vier Neuzüchtungen Palmata (LH 9925), Daboya (LH 9865), Ocadia (LH 0105) und LH 9905 überdurchschnittliche Ergebnisse. Vorläufig werden aber nur die ersten drei in die „Liste der empfohlenen Sorten der Futterpflanzen“ aufgenommen, da LH 9905 die rechtlichen Vorgaben für die Handelbarkeit zurzeit noch nicht erfüllt. Die bereits empfohlene Sorte Delicial wird von der Liste gestrichen. Beim Wiesenfuchsschwanz ergeben sich aufgrund der Ergebnisse keine wesentlichen Aenderungen, da keine der geprüften Neuzüchtungen den für eine Empfehlung erforderlichen Indexwert erreichte. Die bekannte und seit über 20 Jahren empfohlene Sorte Vulpera wird wegen mangelnder Leistung aus der Liste der empfohlenen Sorten gestrichen.

  • 29 Neuzüchtungen von Italienischem Raigras geprüft

    In den Jahren 2007 bis 2009 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW insgesamt 39 Sorten, davon 29 Neuzüchtungen, von Italienischem Raigras in vergleichenden Sortenversuchen an fünf Standorten. Die Beurteilung der Sorten gründete auf systematischen Erhebungen des Ertrags, der Güte des Bestandes, der Jugendentwicklung, der Konkurrenzkraft, der Ausdauer, der Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, der Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke sowie der verdaulichen organischen Substanz. Vier der geprüften Neuzüchtungen erzielten Ergebnisse, die eine Aufnahme in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» erlauben: Morunga, LI 0035, Elvis und LI 0455, wobei vorerst nur die ersten drei Sorten empfohlen werden, da LI 0455 aus rechtlichen Gründen noch nicht gehandelt werden darf. Die bis anhin empfohlene Sorte Abercomo erreichte nicht mehr die für eine Empfehlung geforderte Leistung und wird aus der Liste gestrichen.

  • Auswirkungen der Düngung auf einen Borstgrasrasen

    Borstgras wird von Rindern ungern gefressen. In einem Langzeitversuch auf 1950 m ü. M. werden die Einflüsse von neun Düngungsverfahren auf den Ertrag und die botanische Zusammensetzung eines Borstgrasrasens untersucht. Eine deutliche Ertragssteigerung und eine agronomische Verbesserung des Bestandes konnten durch eine mässige Düngung mit verrottetem Mist, verrottetem Mist plus Gülle oder mineralischem PK-Dünger kombiniert mit Kalkung erreicht werden. Im Verfahren mit verrottetem Mist und Gülle wurde der Borstgrasanteil gegenüber der Kontrolle fast halbiert. Dies zeigt das Potenzial von Hofdüngern, die agronomische Qualität von Borstgrasbeständen zu verbessern. Die Düngung mit stark verdünnter Vollgülle oder nur mit PK hat den Ertrag und den Bestand kaum verbessert. Die Anzahl Pflanzenarten wurde durch die mässige Düngung nur in zwei Verfahren signifikant reduziert. Dennoch wurden mehrere Arten magerer Standorte, die in der ungedüngten Kontrolle vorkamen, in den gedüngten Verfahren nicht gefunden. Agronomisch sowie ökologisch ist es deshalb sinnvoll, die auf der Alp limitiert vorhandenen Hofdünger bevorzugt auf den produktionstechnisch besten Flächen einzusetzen.