Von 2016 bis und mit 2018 prüfte Agroscope an sechs Orten 54 Sorten von Rotklee (Trifolium pratense L.). Davon waren 25 Neuzüchtungen und 29 bereits empfohlene Sorten, die erneut geprüft wurden. Bewertet wurden Ertrag, Bestandesgüte, Jugendentwicklung, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Stängelbrenner, Toleranz gegen Wintereinflüsse sowie die Ausdauer. Eine Empfehlung erlaubende Ergebnisse erzielten beim ausdauernden Mattenklee die diploiden Sorten «TP 0715» und «TP 0815» sowie die tertraploiden «TP 0925», «Gregale» und «TP 0855». Beim Weiderotklee nahm «TP 1105» diese Hürde. Von den Kandidaten des kurzdauernden Ackerklees erreichten lediglich die diploiden Sorten «Respect», «Ganymed», «SLM 3.274», «Avisto» und «Elara» die für eine Empfehlung notwendigen Prüfergebnisse. Die Neuzüchtungen «TP 0715», «TP 0815», «TP 0925», «TP 0855», «TP 1105» und «SLM 3.274» müssen vor einer möglichen Empfehlung noch die Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität der Merkmale bestehen. Zudem sind «TP 0815» und «TP 0855» vorerst nur Ersatzsorten. Die bereits empfohlenen Sorten «Formica», «Elanus», «Astur», «Diplomat», «Merian», «Monaco», «Aber- Claret», «Dimanche» und «Taifun» werden auf Grund ihrer Ergebnisse aus der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen. Sie dürfen noch bis Ende 2021 als empfohlene Sorten eingesetzt werden.
Schlagwort: variety testing
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Neue Sortenempfehlung beim Knaulgras: RGT Lovely statt Lazuly
Agroscope prüfte von 2015 bis 2017 an sieben Standorten insgesamt 23 Sorten des Knaulgrases (Dactylis glomerata L.), davon elf Neuzüchtungen, auf ihre Verwendungseignung unter Schweizer Anbaubedingungen. Die Sorten wurden nach dem Ertrag, der Verdaulichkeit des Futters, der Güte des Bestandes, der Jugendentwicklung, der Konkurrenzkraft, der Resistenz gegen Blattkrankheiten, der Toleranz gegen Wintereinflüsse sowie der Ausdauer bewertet. Dabei erhielten die Güte, die Verdaulichkeit und die Ausdauer doppeltes Gewicht. Von allen geprüften Neuzüchtungen erfüllte einzig die mittelspäte Sorte RGT Lovely die Anforderungen für eine Empfehlung. Sie lieferte unter den geprüften Sorten hinsichtlich Ertrag, Konkurrenzkraft und Toleranz gegen Wintereinflüsse die besten Ergebnisse. Zudem schnitt sie in der Ausdauer und der Resistenz gegen Blattkrankheiten hervorragend ab. Die bereits empfohlene Sorte Lazuly wird trotz guter agronomischer Eigenschaften aus der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen, da sie die Anforderungen hinsichtlich Verdaulichkeit deutlich nicht mehr erfüllt. Sie darf deshalb nur noch bis Ende 2020 als empfohlene Sorte eingesetzt werden.
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Winterweizen: Bilanz aus 15 Jahren Sortenprüfung unter extensiven Anbaubedingungen
Damit eine neue Weizensorte in der Schweiz oder im Ausland auf den Markt kommen kann, muss sie eine Reihe von Tests bestehen und beweisen, dass sie bereits angebauten Sorten bezüglich Kornertrag, Qualität oder Krankheitsresistenz überlegen ist. In diesem als Sortenprüfung bezeichneten Verfahren, wird «vom Guten das Beste» ausgewählt. Ist es möglich, diesem Verfahren einen Wert zu geben? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, wurden die Ergebnisse zu allen während der vergangenen 15 Jahre getesteten Sorten untersucht. Es wurden drei Ansätze ausgewählt, um eine Bilanz über die Sortenprüfung bei Winterweizen zu ziehen: Zuerst wurde die Zahl der getesteten Sorten mit der Zahl der Sorten verglichen, die in den Nationalen Sortenkatalog und in die Listen der empfohlenen Sorten aufgenommen wurden. Anschliessend wurde die Entwicklung der Leistung verschiedener Sorten im Lauf der Zeit berechnet. Schliesslich wurde mit einem ökonomischen Ansatz die Grössenordnung des wirtschaftlichen Mehrwerts geschätzt, der durch die Auswahl im Rahmen der Sortenprüfung und durch die Identifikation der besten Sorten erzielt wurde (Vergleich der Bruttoeinnahmen der drei besten getesteten Sorten jedes Jahres mit den durchschnittlichen Bruttoeinnahmen der aktuellen Sorten). Die Ergebnisse heben den Mehrwert hervor, der durch die Sortenprüfung für die ganze Produktionskette von der Züchtung über die Produktion und Verarbeitung bis hin zu den Konsumentinnen und Konsumenten erzeugt wird.
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Englisches Raigras: neue Sorten für den Schweizer Kunstfutterbau empfohlen
Agroscope führte von 2014 bis 2016 Sortenversuche mit Englischem Raigras (Lolium perenne) durch. Bewertet wurden Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Verdaulichkeit des Futters (VOS) sowie Anbaueignung für höhere Lagen. Bei der Beurteilung wurde erstmalig die Ploidie berücksichtigt. Sechs Neuzüchtungen stachen hervor: Die frühe diploide Neuzüchtung LP 0725 überzeugte hinsichtlich Ertrag, Konkurrenzkraft und VOS. Bei Artonis (früh, tetraploid) kam die Anbaueignung für höhere Lagen hinzu. Praetorian (spät, diploid) fiel durch ihren Ertrag und die Resistenz gegen Blattkrankheiten auf. Bei LP 0765 (spät, diploid) sind es die Güte, die Jugendentwicklung und die Anbaueignung für höhere Lagen. Die Neuzüchtungen LP 0886 und Soronia (beide spät, tetraploid) glänzten in Ertrag, Güte, Jugendentwicklung und Anbaueignung für höhere Lagen. Bei LP 0886 ist zusätzlich die Ausdauer zu erwähnen. Artonis, Praetorian und Soronia können sofort empfohlen werden, LP 0725, LP 0765 und LP 0886 erst nach Bestehen der im Ausland durchgeführten Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität der Merkmale. Die bis anhin empfohlenen Sorten Lacerta, Dexter 1, Elgon, Calibra und Barnauta werden aufgrund ihrer Ergebnisse nur noch bis Ende 2019 empfohlen.
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Timothe: zwei neue Sorten empfohlen
In den Jahren 2013 – 2015 prüfte Agroscope insgesamt 21 Sorten von Timothe (Phleum pratense) im Feld auf ihre Anbaueignung. Sieben Sorten davon waren bereits empfohlen. Sie dienten dem Versuch als Standard und hatten zugleich die Prüfung erneut zu bestehen. Folgende Eigenschaften wurden bewertet: Futterertrag und – verdaulichkeit, Güte (Dichte, Üppigkeit und Ebenmässigkeit des Bestandes), Jugendentwicklung, Ausdauer (Güte am Ende der Prüfperiode), Resistenz gegen Blattkrankheiten, Toleranz gegen Wintereinflüsse sowie Konkurrenzkraft. Zwei Neuzüchtungen können aufgrund guter Versuchsergebnisse neu in die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen aufgenommen werden: Polarking, die in den wichtigen Eigenschaften Ertrag, Güte, Ausdauer, Verdaulichkeit und Konkurrenzkraft überzeugte, sowie Summergraze, die überdurchschnittliche Leistungen in Ertrag, Güte, Ausdauer und der Anbaueignung für höhere Lagen zeigte. Die bis anhin empfohlene Sorte Moverdi wird wegen ihrer äusserst schwachen Ertragsleistung nicht mehr empfohlen und aus der Liste gestrichen.
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Neue Sorten von Westerwoldischem Raigras und Perserklee empfohlen
Von 2013 bis 2015 prüfte Agroscope 33 Sorten des Westerwoldischen Raigrases (Lolium multiflorum Lam. var. westerwoldicum Mansh.) und fünf Sorten des Perserklees (Trifolium resupinatum L.) auf ihre Anbauwürdigkeit. Bewertet wurden Ertrag, Güte des Bestandes, Ausdauer, Resistenz gegen Blattkrankheiten, Trockensubstanzgehalt und Konkurrenzkraft. Beim Westerwoldischen Raigras kam der Gehalt an verdaulicher organischer Substanz hinzu. Folgende Westerwoldische Raigräser erreichten neu eine Empfehlung: ILVO 135825 glänzte mit sehr guten Leistungen in Gesamtertrag sowie Krankheitsresistenz, Bendix wies solide Erträge und die beste Verdaulichkeit der Versuchsserie auf, und Prodag überzeugte mit sehr guten Beständen sowie hohen Erträgen. Die diploide Sorte Pulse erwies sich als ertragreich bei jedoch etwas geringerer Verdaulichkeit. Die Neuzüchtung Logics, welche die Sorte Bravis 1 ersetzt, hatte die beste Konkurrenzkraft des Versuches und sehr gute Bestände. Acht Neuzüchtungen mit sehr guten Leistungen mussten wegen der Begrenzung der Anzahl empfohlener Sorten bei den Ersatzsorten eingeteilt werden. Die bisher empfohlenen Sorten Imperio, Peleton, Primora und Melmondo wurden wegen ungenügender Leistungen aus der Liste gestrichen. Zwei Sorten des Perserklees werden künftig neu empfohlen: Gorby, mit den ersten Rängen in Güte, Jungendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer und Resistenz gegen Kleeschwärze , sowie Rusty, welche die beste Ertragsleistung vorweisen konnte.
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Forschungsbeiträge zur ökologischen Intensivierung für einen nachhaltigen Schweizer Nutzpflanzenanbau
Agroscope will im Rahmen seines Arbeitsprogrammes 2014–17 den grossen Herausforderungen des Schweizer Nutzpflanzenanbaus mit konkreten Problemlösungen begegnen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Nutzpflanzenanbaus und eine gesunde Umwelt sind das oberste Ziel. Die wegen Bevölkerungswachstum und Verknappung der Landreserven akzentuierte Ausgangslage erfordert eine ökologische Intensivierung: mehr Ertrag und Qualität pro investierte Ressourceneinheit unter Vermeidung unerwünschter Auswirkungen auf die Umwelt. Die verstärkte Orientierung an Öko-Prinzipien und Nutzung neuer Technologien sollen dabei helfen. Damit aus den immer umfassenderen und präzisieren Forschungsdaten praxistaugliche Problemlösungen werden, braucht es einen starken und kontinuierlichen Wissensaustausch zwischen Praxis und Forschung und eine zunehmend ganzheitliche Arbeitsweise.
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Bastard-Raigras: 26 Sorten im Feld geprüft
In den Jahren 2012 bis 2014 führte Agroscope im Rahmen der Sortenprüfung an insgesamt sechs Orten Versuche mit 25 Sorten von Bastard-Raigras (Lolium x hybridum Hausskn.) und einer dem Bastard-Raigras nahen Sorte von xFestulolium braunii durch. Darunter waren zwölf wieder zu prüfende, bereits empfohlene Sorten. Beurteilt wurden Trockensubstanzertrag, Verdaulichkeit, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegen Wintereinflüsse sowie Resistenzen gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke. Die Neuzüchtungen G 0373 und G 0366 erfüllten die für eine Sortenempfehlung geltenden agronomischen Leistungsvorgaben. Für G 0373, einer in ihrer Gestalt zwischen Italienischem und Englischem Raigras liegenden Sorte, sind vor allem gute Werte in Ertrag, Krankheitsresistenz und Toleranz gegen Wintereinflüsse zu nennen. Die Sorte G 0366, die eher dem Englischen Raigras gleicht, konnte mit guten Krankheitsresistenzen, guter Winterhärte, schönen Beständen und guter Ausdauer überzeugen. Die bereits empfohlenen Sorten Redunca und Enduro erbrachten die notwendigen agronomischen Leistungen nicht mehr und werden von der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen. Die beiden erwähnten Neuzüchtungen müssen neben dieser erfolgreichen agronomischen Prüfung noch die Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität ihrer Merkmale bestehen, damit sie empfohlen werden können.
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Prüfung von Italienischem Raigras: Bewährungsprobe für 37 Sorten
In den Jahren 2012 bis 2014 prüfte Agroscope an fünf Orten 18 diploide und 19 tetraploide Sorten Italienisches Raigras auf ihre Anbaueignung; vier beziehungsweise acht davon waren bereits empfohlen und wurden erneut Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke sowie Verdaulichkeit. In der diploiden Gruppe erfüllten die Neuzüchtungen Rabiosa und LI 0615 die agronomischen Anforderungen für eine Empfehlung. Sie taten sich vor allem mit einem hohen Ertrag hervor. Die bis anhin empfohlene Sorte Rangifer wird aufgrund der Ergebnisse nicht mehr empfohlen und aus der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen. In der tetraploiden Gruppe überzeugte LI 0735 mit soliden Werten in allen Merkmalen und erfüllte die agronomischen Anforderungen deutlich. Die bisher auf der Liste geführten Sorten Ellire, Zebu, Alces und Gemini genügen den Anforderungen für eine Empfehlung nicht mehr und werden gestrichen. Die Neuzüchtungen LI 0615 und LI 0735 müssen neben der agronomischen Prüfung noch die Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität ihrer Merkmale bestehen, damit sie empfohlen werden können.
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Sortenprüfung mit Rotklee: deutliche Fortschritte
In den von 2011 bis 2013 an sechs Orten durchgeführten Sortenversuchen mit 30 Neuzüchtungen und 24 bereits empfohlenen Sorten von Rotklee (Trifolium pratense L.) stellte Agroscope deutliche Zuchtfortschritte fest: Bewertet wurden Ertrag, Bestandesgüte, Jugendentwicklung, Resistenz gegen Blattkrankheiten, Toleranz gegen Wintereinflüsse und Ausdauer. Ergebnisse, die neu eine Empfehlung erlauben, erzielten bei den ausdauernden Sorten (Mattenklee) im diploiden Sortiment «TP 0425» und «TP 0445», im tetraploiden Sortiment «TP 0645» und «TP 0486», bei den kurzdauernden Sorten (Ackerklee) im diploiden Sortiment «Bonus», «TP 0725», «Regent», «Harmonie», «AberClaret», «Garant» und «Dimanche» sowie im tetraploiden Sortiment, «Magellan», «Hammon» und «Atlantis». Die Neuzüchtungen «TP 0425», «TP 0445», «TP 0645», «TP 0486» und «TP 0725» müssen noch die Prüfung auf Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität ihrer Merkmale bestehen, damit sie empfohlen werden können. Die Sorten «Corvus», «Larus», «Suez», «Slavoj», «Sigord» und «Maro» genügen den Anforderungen nicht mehr und werden aus der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen gestrichen. Sie dürfen noch bis Ende 2016 als empfohlene Sorten eingesetzt werden.
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Weissklee und Wiesenrispengras erneut geprüft
In den Jahren 2010 bis 2012 führten die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins- Wädenswil ACW Versuche mit 20 Sorten Weissklee und zwölf Sorten Wiesenrispengras durch. Beim Weissklee waren zehn davon Neuzüchtungen, beim Wiesenrispengras waren es acht. Beurteilt wurden die Jugendentwicklung, die Güte des Bestandes (allgemeiner Eindruck, Bestandesdichte, Nachwuchsvermögen), die Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, die Krankheitsresistenz gegenüber Blattkrankheiten, die Ausdauer (Güte am Ende des letzten Versuchsjahres) sowie die Anbaueignung für höhere Lagen. Beim Weissklee wurde zudem der Gehalt an blausäureabspaltenden Glykosiden beurteilt und beim Wiesenrispengras der Gehalt an verdaulicher organischer Substanz. Vier Neuzüchtungen von Weissklee, nämlich «CW 0905», «CW 0904», «TR 0505» und «TR 0705», und drei beim Wiesenrispengras, «PP 0515», «PP 0425» und «Varenzo 5», erbrachten für eine Empfehlung genügende Leistungen. Leider fehlt bei allen noch das Bestehen der sogenannten Registerprüfung, damit sie empfohlen werden dürfen. Aufgrund der Ergebnisse werden die bisher empfohlenen Weisskleesorten «Vysocan» und «Seminole» sowie die Wiesenrispengrassorte «Tommy» nicht mehr empfohlen.
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Knaulgras: Prüfergebnisse von 31 Sorten
In den Jahren 2010 bis 2012 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins- Wädenswil ACW 31 Sorten von Knaulgras im Feld an sieben Standorten auf ihre Anbaueignung. Neben den 17 Neuzüchtungen wurden dabei die bereits empfohlenen Sorten erneut geprüft. Erfasst wurden dazu Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten sowie Gehalt an verdaulicher organischer Substanz. Von den frühreifen Sorten kann Berta neu empfohlen werden. Herausragendes Merkmal ist die sehr gute Verdaulichkeit dieser Sorte. Die bis anhin empfohlene Sorte Loke wird aufgrund der Ergebnisse nach fast dreissig Jahren aus der «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen » gestrichen. Beim spätreifen Sortiment wird Barlegro neu empfohlen. Diese Neuzüchtung war die beste aller geprüften spätreifen Sorten und glänzte vor allem in der Verdaulichkeit, Jugendentwicklung, Bestandesgüte sowie Konkurrenzkraft. Die Ergebnisse der bisher auf der Liste geführten Sorten Accord und Foly genügen den Anforderungen für eine Empfehlung nicht mehr, womit diese Sorten aus der Liste gestrichen werden müssen.
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Englisches Raigras: 62 Sorten mussten sich bewähren
In den Jahren 2009 bis 2011 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW 62 Sorten von Englischem Raigras, davon 45 Neuzüchtungen. Erfasst wurden Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke, Verdaulichkeit der organischen Substanz sowie Anbaueignung für höhere Lagen. Von den frühen bis mittelfrühen Sorten erzielten Algira, Arcturus und Salmo Ergebnisse, die eine Aufnahme in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» erlauben. Wegen nicht abgeschlossener Zulassungsverfahren sind Empfehlung und Handel dieser drei Sorten vorerst unmöglich. Die bis anhin empfohlenen Sorten Arvella, Lipresso und Cavia werden aufgrund der Ergebnisse aus der Liste gestrichen. Bei den mittelspäten bis späten Sorten werden Soraya, Mercedes, Trivos und Dexter 1 neu empfohlen. Auch die Neuzüchtungen Allodia und Vidalia erzielten für eine Empfehlung genügende Ergebnisse. Diese ist wegen hängiger Zulassungsverfahren vorerst unmöglich, ebensowenig der Handel dieser Sorten. Die bisher auf der Liste geführte Sorte Premium genügt den Anforderungen für eine Empfehlung nicht mehr.
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Die Versicherer im Test: Ergebnisse der Sortenversuche mit Rotschwingel und Kammgras
Von 2008 bis 2010 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW Neuzüchtungen und empfohlene Sorten von Rotschwingel und Kammgras hinsichtlich ihrer Anbaueignung. Die Beurteilung der Sorten beruhte auf systematischen Erhebungen von Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten sowie der Anbaueignung für höhere Lagen. Beim Kammgras wurde zudem die verdauliche organische Substanz bestimmt. Bei beiden Arten konnten die Neuzüchtungen keine für eine Empfehlung genügenden Ergebnisse erzielen. Dennoch könnten besondere Eigenschaften der Neuzüchtung von Rotschwingel FR 0315 in bestimmten Fällen einen Mehrnutzen bringen und somit eine Empfehlung rechtfertigen. Leider erfüllt FR 0315 noch nicht alle rechtlichen Voraussetzungen für ein Inverkehrbringen in der Schweiz. Dieser Umstand verhindert eine Empfehlung zum jetzigen Zeitpunkt. Die bereits empfohlenen Sorten beider Arten werden weiterhin auf der «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» belassen.
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Sortenprüfung Wiesenschwingel: Bewährungsprobe für alt und neu
In den Jahren 2008 bis 2010 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz- Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW in vergleichenden Sortenversuchen an sieben Standorten insgesamt 18 Sorten von Wiesenschwingel, darunter 13 Neuzüchtungen. Die Beurteilung der Sorten beruhte auf systematischen Erhebungen von Ertrag, Güte des Bestandes, Jugendentwicklung, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, Resistenz gegen Blattkrankheiten, verdaulicher organischen Substanz sowie der Anbaueignung für höhere Lagen. Zwei Neuzüchtungen erzielten Ergebnisse, die eine Aufnahme in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» erlauben: FP 0415 und FP 0335. Sie werden in die empfehlende Liste aufgenommen, sobald sie alle rechtlichen Voraussetzungen für ein Inverkehrbringen in der Schweiz erfüllen. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht der Fall. Alle bis anhin empfohlenen Sorten werden weiterhin empfohlen.
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Bastard-Raigras und Wiesenfuchsschwanz: Sortenversuche 2007 bis 2009
Neunundzwanzig Sorten von Bastard-Raigras und acht Sorten von Wiesenfuchsschwanz wurden in den Jahren 2007 bis 2009 auf ihre Anbaueignung geprüft. Die Ansaaten erfolgten sowohl in Reinsaat als auch in Mischung mit Klee. Wir untersuchten folgende Eigenschaften: Ertrag, Jugendentwicklung, Bestandesgüte, Konkurrenzkraft, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Verdaulichkeit sowie beim Wiesenfuchsschwanz die Anbaueignung für höhere Lagen. Beim Bastard-Raigras erzielten die vier Neuzüchtungen Palmata (LH 9925), Daboya (LH 9865), Ocadia (LH 0105) und LH 9905 überdurchschnittliche Ergebnisse. Vorläufig werden aber nur die ersten drei in die „Liste der empfohlenen Sorten der Futterpflanzen“ aufgenommen, da LH 9905 die rechtlichen Vorgaben für die Handelbarkeit zurzeit noch nicht erfüllt. Die bereits empfohlene Sorte Delicial wird von der Liste gestrichen. Beim Wiesenfuchsschwanz ergeben sich aufgrund der Ergebnisse keine wesentlichen Aenderungen, da keine der geprüften Neuzüchtungen den für eine Empfehlung erforderlichen Indexwert erreichte. Die bekannte und seit über 20 Jahren empfohlene Sorte Vulpera wird wegen mangelnder Leistung aus der Liste der empfohlenen Sorten gestrichen.
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29 Neuzüchtungen von Italienischem Raigras geprüft
In den Jahren 2007 bis 2009 prüften die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW insgesamt 39 Sorten, davon 29 Neuzüchtungen, von Italienischem Raigras in vergleichenden Sortenversuchen an fünf Standorten. Die Beurteilung der Sorten gründete auf systematischen Erhebungen des Ertrags, der Güte des Bestandes, der Jugendentwicklung, der Konkurrenzkraft, der Ausdauer, der Toleranz gegenüber Wintereinflüssen, der Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke sowie der verdaulichen organischen Substanz. Vier der geprüften Neuzüchtungen erzielten Ergebnisse, die eine Aufnahme in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» erlauben: Morunga, LI 0035, Elvis und LI 0455, wobei vorerst nur die ersten drei Sorten empfohlen werden, da LI 0455 aus rechtlichen Gründen noch nicht gehandelt werden darf. Die bis anhin empfohlene Sorte Abercomo erreichte nicht mehr die für eine Empfehlung geforderte Leistung und wird aus der Liste gestrichen.
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Rohrschwingel- und Timothesorten geprüft
Die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW führten von 2006 bis und mit 2008 an sechs beziehungsweise sieben Standorten Sortenversuche mit Rohrschwingel (Festuca arundinacea Schreber) und Timothe (Phleum pratense L.) durch. Hierfür haben wir folgende Eigenschaften systematisch erhoben: Ertrag, Jugendentwicklung, Güte des Bestandes, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Blattkrankheiten, Überwinterung, Ausdauer und verdauliche organische Substanz . Zudem wurde beim Rohrschwingel die Feinheit der Blätter und beim Timothe die Anbaueignung für höhere Lagen beurteilt. Aus den Ergebnissen haben wir für jede Sorte einen Indexwert berechnet, um die Sorten zu bewerten und miteinander zu vergleichen. Vier Neuzüchtungen von Rohrschwingel werden in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» aufgenommen: «Callina», «Otaria», «Dauphine» und «Elodie». Die bisher empfohlenen Sorten «Elfina» und «Kora» werden aufgrund der Ergebnisse von der Liste gestrichen. Sie können noch bis Ende 2011 als empfohlene Sorten verkauft werden. Beim Timothe erreichte keine Neuzüchtung einen Indexwert, der eine Empfehlung zulässt. Von den wieder geprüften, bereits empfohlenen Sorten erreichten alle den für eine weitere Empfehlung notwendigen Indexwert. Da der Verkauf der bereits empfohlenen Sorte «Richmond» gestoppt wurde, wird sie von der Liste gestrichen.
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Neu geprüft: Westerwoldisches Raigras und Perserklee
In den Jahren 2006 und 2007 führten die beiden Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW an vier bis fünf Orten vergleichende Versuche mit 34 Sorten des Westerwoldischen Raigrases (Lolium multiflorum Lam. var. westerwoldicum Mansh.) und mit drei Sorten des Perserklees durch. Die Eigenschaften Ertrag im ersten Schnitt, Gesamtertrag, Jugendentwicklung, Güte des Bestandes, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Krankheiten, Trockensubstanzgehalt des Futters und die Ausdauer bis Ende Jahr wurden systematisch erhoben. Beim Westerwoldischen Raigras wurde zusätzlich die Verdaulichkeit der organischen Substanz ermittelt. Für jede Sorte wurde aus den Ergebnissen ein Indexwert berechnet, der es erlaubt, die Sorten miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Acht bereits in der Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen geführte Sorten des Westerwoldischen Raigrases werden durch Neuzüchtungen ersetzt. Dies führte zu einer ausserordentlichen Verbesserung des Sortiments empfohlener Sorten. Beim Perserklee konnte die einzige geprüfte Neuzüchtung Pasat in die Liste aufgenommen werden. Die wiederum mitgeprüfte, bereits empfohlene Sorte Ciro wird von der Liste gestrichen.
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Neue empfohlene Sorten von Knaulgras
Die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW führten von 2005 bis und mit 2007 an sieben Versuchsstandorten vergleichende Sortenversuche mit Knaulgras (Dactylis glomerata L.) durch. Dabei wurden systematisch die Eigenschaften Ertrag, Jugendentwicklung, Güte des Bestandes, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Krankheiten, Toleranz gegen Wintereinflüsse, Verdaulichkeit der organischen Substanz und die Ausdauer erhoben. Aus den Ergebnissen wurde für jede Sorte ein Indexwert berechnet, der es erlaubte, die Sorten miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Vier Neuzüchtungen aus der mittelspät- bis spätreifen Gruppe können aufgrund ihres guten Indexwertes empfohlen werden: Lazuly, Beluga, Brennus und Intensiv. Die mitgeprüfte, bis anhin empfohlene Sorte Baraula erreichte den für eine Empfehlung notwendigen Index nicht mehr und darf deshalb von 2011 an nicht mehr als empfohlene Sorte verkauft werden. In der Gruppe der frühreifen bis mittelfrühen Sorten ergaben sich mangels Neuzüchtungen keine Änderungen.
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Offizielle Sortenversuche mit XFestulolium braunii
In den Jahren 2004 bis und mit 2006 wurden in einer Feldversuchsserie fünf Sorten von ´Festulolium braunii (K. Richter) A. Camus durch die Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW an sechs Standorten auf ihre Anbaueignung überprüft. Zur Bewertung diente ein Indexwert, der aus den Beobachtungen und Messungen der Eigenschaften Ertrag, Jugendentwicklung, Güte des Bestandes, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Blattkrankheiten und Bakterienwelke, Winterhärte, Ausdauer, Anbaueignung für höheren Lagen und verdauliche organische Substanz berechnet worden war. Der Indexwert erlaubte es, die zu prüfenden Sorten mit den mitangebauten empfohlenen Sorten von Bastard-Raigras (Lolium ´ hybridum Hausskn.) und Wiesenschwingel (Festuca pratensis Hudson) zu vergleichen. Sämtliche Sorten von ´Festulolium braunii blieben in ihren Leistungen hinter den Erwartungen zurück. Keine der Sorten erreichte das Niveau von Wiesenschwingel beziehungsweise Bastard-Raigras. Eine wichtige Ursache für die ungenügenden Resultate stellt die schwache Resistenz der geprüften Festulolien gegen die Bakterienwelke dar. Es muss deshalb von Sortenempfehlungen abgesehen werden.
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Dreizehn Wiesenrispengräser auf dem Prüfstand
Vom Frühjahr 2004 an bis zum Herbst 2006 wurden dreizehn Sorten von Wiesenrispengras (Poa pratensis L.) durch die Eidgenössischen Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon ART und Agroscope Changins-Wädenswil ACW an sieben Versuchsstandorten auf ihre Anbaueignung geprüft. Dabei wurden die Eigenschaften Ertrag, Jugendentwicklung, Güte des Bestandes, Konkurrenzkraft, Resistenz gegen Krankheiten, Überwinterung, Verdaulichkeit der organischen Substanz, Ausdauer und die Anbaueignung für höhere Lagen systematisch erhoben und in einem Indexwert zusammengefasst. Der Indexwert erlaubte es, die Sorten miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Zwei Neuzüchtungen erreichten den für eine Empfehlung notwendigen Indexwert. Davon kann aus rechtlichen Gründen zurzeit nur die Sorte Likollo neu in der «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» geführt werden. Die mitgeprüfte empfohlene Sorte Monopoly erreichte in dieser Prüfung den für eine Empfehlung notwendigen Index nicht mehr. Sie wird jedoch vorläufig auf der Liste belassen, um eine genügende Versorgung des schweizerischen Marktes mit Saatgut von Wiesenrispengras zu ermöglichen.
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Englisches Raigras: 61 Sorten geprüft
In den Jahren 2003 bis 2005 führten Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) und Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) an acht Standorten Sortenversuche mit 61 Sorten von Englischem Raigras durch. Die Eigenschaften Ertragsleistung, Jugendentwicklung, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Überwinterung, Konkurrenzkraft und Anbaueignung für höhere Lagen wurden systematisch erhoben. Mit den Daten der erfassten Merkmale berechnete man einen Indexwert, der eine Gesamtbeurteilung der Sorten ermöglichte. Entsprechend der Ergebnisse der Prüfung wird bei den frühen bis mittelfrühen Sorten die Sorte LP 0097 neu in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» aufgenommen. Bei den mittelspäten bis späten Sorten sind dies Aber Dart, Barnauta und Pomposo. Mehrere geprüfte Sorten erbrachten zwar die für eine Empfehlung notwendige Leistung, können aber vorläufig nicht in der Liste aufgeführt werden, da sie in der Schweiz noch nicht gehandelt werden dürfen.
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Neue Sorten von Weissklee und Straussgräsern geprüft
Von 2003 bis 2005 führten Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) und Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) mit 25 Sorten von Weissklee und vier Sorten von Straussgräsern an fünf beziehungsweise acht Orten Sortenversuche durch. Zum Vergleich der Sorten wurden Ertragsleistung, Jugendentwicklung, Ausdauer, Krankheitsresistenz, Überwinterung, Konkurrenzkraft und die Anbaueignung für höhere Lagen erhoben. Damit eine Gesamtbeurteilung der Sorten vorgenommen werden konnte, wurde mit den Daten der erfassten Merkmale ein Indexwert berechnet. Entsprechend der Ergebnisse der Prüfung wird beim Weissklee die Sorte Tasman neu in die «Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen» aufgenommen. Bei den Straussgräsern sind dies die Sorten Gudrun und Janek. Mehrere geprüfte Sorten erbrachten zwar die für eine Empfehlung notwendige Leistung, können aber zur Zeit nicht in der Liste aufgeführt werden, da sie in der Schweiz noch nicht gehandelt werden dürfen.
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71 Sorten von Englischem Raigras im Test
In den Jahren 1998 bis 2000 prüften die beiden Forschungsanstalten Zürich-Reckenholz und Nyon-Changins 71 Sorten von Englischem Raigras (Lolium perenne L.) unter unseren Anbaubedingungen. Die dabei beobachteten Fortschritte einzelner Sorten in den agronomischen Eigenschaften wie Konkurrenzkraft, Ausdauer und Resistenz gegenüber Bakterienwelke und Rost sind beachtlich. Aufgrund der erzielten Versuchsresultate werden folgende Sorten neu zum Anbau empfohlen:<br><br>-Frühe bis mittelfrühe Sorten: Aruga, Aberkite, Arvella, Lipresso, Marmota und Salamandra<br><br>-Mittelspäte bis späte Sorten: Premium, Vercade, Alligator, Calibra, Fetione, Proton, Acento und Barmetra.
