Schlagwort: nutritive value

  • Auswirkungen von Trockenperioden auf die Futterproduktion von Graslandsystemen

    Auswirkungen von Trockenperioden auf die Futterproduktion von Graslandsystemen

    Während zwei Jahren wurde an zwei verschiedenen Standorten am Jurafuss ein Versuch durchgeführt, um die Auswirkungen von Trockenperioden auf den Futterbau (Trockensubstanz und Nährwert) und auf die Beziehungen zwischen Boden und Pflanzen zu untersuchen. Der Trockenstress wurde mit Hilfe von Folientunnels simuliert. Der Gehalt an Lignocellulose (ADF) und der Gehalt an wasserlöslichen Kohlenhydraten waren die beiden Parameter für den Nährwert, die durch Trockenstress am stärksten beeinflusst wurden. Die Schwankungen des ADF-Gehalts korrelierten eng mit Ertragsminderungen (kleinere Pflanzen sind weniger reich an Fasern). Der Rohprotein-Gehalt schwankte dagegen unter Trockenheit nur geringfügig. Dies lässt sich mit antagonistischen Wirkungen erklären: Die negativen Auswirkungen im Bereich der Stickstoffversorgung wurden durch die Verzögerung des Wachstums kompensiert (Verdünnungseffekt). Der Phosphor-Kreislauf wurde durch die Trockenheit beeinflusst, wobei die Wirkungen je nach der Verfügbarkeit des Phosphors (P) im Boden ziemlich unterschiedlich ausfielen. Ein späterer Trockenstress (nach der Wachstumsspitze) hatte einen ausgeprägteren Einfluss als ein früherer Trockenstress (während der Wachstumsspitze). Der Versuch erlaubte es, den Einfluss von Trockenperioden in einen grösseren Zusammenhang zu stellen, wobei gezeigt wurde, dass die dadurch verursachten Schwankungen des Ertrags und der Futterqualität in der gleichen Grössenordnung liegen wie die natürlichen Schwankungen über die einzelnen Jahre.

  • Auswirkung von Trockenperioden auf Wiesen

    Auswirkung von Trockenperioden auf Wiesen

    Um (simulierte oder natürliche) Trockenperioden beurteilen zu können, sind allgemeine Kriterien erforderlich, welche den Stress berücksichtigen, dem die Pflanzen bei solchen Ereignissen ausgesetzt sind. Diese Studie untersucht die Aussagekraft verschiedener Indikatoren für die Beschreibung der Intensität von Perioden mit Wassermangel. Diese Indikatoren wurden mit Hilfe der Ergebnisse von Trockenversuchen (Simulationen im Folientunnel) evaluiert, die von Agroscope zwischen 2012 und 2014 auf Kunstwiesen in 470 bis 1200 m Höhe durchgeführt worden sind. Indikatoren, die einzig auf klimatischen Parametern basieren, können die Intensität einer Trockenheitsbehandlung nicht ausreichend beschreiben. Das Wasserdefizit, (N–ETP) genügt zum Beispiel nicht, um die Intensität des Stresses zu beschreiben, dem die Pflanzen ausgesetzt sind. Dieser Parameter berücksichtigt nämlich den Zusammenhang zwischen Vegetation und Boden nicht. Aussagekräftiger sind Indikatoren, die auf dem im Boden verfügbaren Wasser beruhen, da sie die Ertragsunterschiede zwischen Flächen mit Wassermangel und ausreichend versorgten Flächen besser erklären. In unseren Versuchen beliefen sich die Ertragsunterschiede je nach Situation zwischen 13% und 60%. Schwieriger als die Ertragsunterschiede sind Auswirkungen von Trockenperioden auf den Nährwert zu bestimmen. Die oben erwähnten Indikatoren können die beobachteten Abweichungen der Nährwerte nicht erklären. So beeinflusst Trockenstress die Vegetation und deren Umgebung über verschiedene Prozesse, die sich in manchmal gegenläufiger Weise auf die Futterqualität auswirken. Wenn es jedoch zu keiner bedeutenden Veränderung der botanischen Zusammensetzung kommt, hat eine Trockenperiode einen viel geringeren Einfluss auf die Futterqualität als auf den Ertrag.

  • Auswirkungen einer ausgeprägten Sommertrockenperiode auf eine montane Dauerweide im Jura

    Auf dem Betrieb von La Frêtaz (VD, 1200 m) wurde im Sommer 2012 ein Versuch durchgeführt mit dem Ziel, die Auswirkungen von Wasserstress auf die agronomischen, physiologischen und funktionalen Merkmale einer Dauerweide genauer zu untersuchen. In einer 2 × 2 Versuchsanlage wurden zwei Faktoren geprüft: die Nutzungsart (Schnitt versus Weiden) und der Wasserhaushalt (Trocken versus Kontrolle) sowie die Interaktion zwischen den beiden Faktoren. Eine Trockenperiode wurde simuliert, in dem Plastiktunnels aus dem Gemüsebau während 84 Tagen installiert waren. Die beweideten Parzellen wurden etwa alle vier Wochen mit Schafen bestossen, während die Schnittparzellen im Verlauf der Saison dreimal gemäht wurden. Der Biomasseertrag und die Qualität des Futters wurden während der ganzen Saison erhoben. Die botanische Zusammensetzung und die funktionale Merkmale der wichtigsten Pflanzenarten wurden vor und nach der Trockenperiode ermittelt. Ebenso wurden die Nettophotosynthese, die Bodenatmung und das Bodenwasserpotenzial gemessen. Abgesehen von markanten Ertragssenkungen zeigte der Versuch, dass eine ausgeprägte Trockenheit den Nährstoffgehalt und den Nährwert des Futters wenig beeinflusst. Die ökophysiologischen Messungen belegten eine generelle Verlangsamung des ganzen Ökosystems (geringerer Metabolismus der Pflanzen und der Bodenbakterien, geringere Mineralisation). Die beweideten Parzellen, geprägt durch eine kürzere Bestandeshöhe, haben mehr unter der Trockenheit gelitten als die gemähten Parzellen.

  • Schätzung des Nährwerts von Maissilage

    Um die Vorhersage des Nährwertes von Maissilagen zu verifizieren beziehungsweise zu verbessern, wurden bereits vorher durchgeführte Versuche durch die Untersuchung von zwölf Maissilagen vervollständigt. Während zweier Jahre wurden zwei Maissorten (Amadeo und LG32,52) in den Stadien Milchreife, frühe und späte Teigreife geerntet und siliert. Die Verdaulichkeit der organischen Substanz (vOS) wurde in vivo mit Schafen, die Abbaubarkeit des Rohproteins (aRP) in sacco mit Fistelkühen bestimmt. Die Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung der Silagen waren stärker jahres- als sortenabhängig. Mit zunehmender Reife der Pflanzen stieg die vOS. Die Verdaulichkeit unterschied sich im Stadium der Milchreife (p<0,01) von den Verdaulichkeiten in den beiden Teigreifestadien (69,1 % vs. 74,9 % und 76,8 %), ohne dass jedoch sortenabhängige Unterschiede auftraten. Im Gegensatz zur vOS nahm die aRP mit zunehmender Reife ab (p<0,01) und betrug im Stadium der späten Teigreife 66,5 % (76,5 % in der Milchreife und 77,8 % in der frühen Teigreife). Die aRP beider Sorten war vergleichbar (p=0,4). Die errechneten Unterschiede zwischen den anhand der im Tierversuch ermittelten Koeffizienten oder mittels Gleichungen geschätzten Nährwerten variierten von +2 % bis -14,6 % für die NEL-Werte und von +9 % bis -16,6 % für die APDE-Werte. Diese Differenzen hängen weder von der Sorte noch vom Reifestadium ab. Um die Reststreuung zu reduzieren, wurde eine neue Gleichung für die verdauliche organische Substans (VOS) und eine Korrektur für die bisherige Schätzgleichung der VOS vorgeschlagen. Die Vorhersagewerte bleiben trotzdem Näherungswerte, die mit Bedacht zu verwenden sind.

  • Buchweizen: ein Futtermittel für Mastbroiler

    Für einen Wachstums- und Stoffwechselversuch mit männlichen Broilern (Ross PM3) wurden drei Alleinfuttermischungen hergestellt. Jeweils 40 % davon bestanden aus Weizen, geschältem Buchweizen oder rohem Buchweizen. Je 24 der als Eintagsküken eingestallten Tiere wurden mit diesen Rationen vom 8. bis zum 35. Lebenstag gemästet. Dabei wurden Mast- und Schlachtleistungsdaten erhoben sowie die Nährstoffverwertung bestimmt. Trotz eines deutlich höheren Fasergehaltes im rohen Buchweizen im Vergleich zu Weizen und zu geschältem Buchweizen erwiesen sich die drei Varianten als vollständig gleichwertig hinsichtlich Umsetzbarkeit der Bruttoenergie und Verwertung des Stickstoffs, sowie im Bezug auf Futteraufnahme, Gewichtszuwachs, Futterverwertung und Schlachtgewicht der Tiere. Buchweizen stellt somit eine potentielle Alternative zum Weizen im Broilermischfutter dar, was positive Nebeneffekte für einen nachhaltigen Ackerbau haben könnte.

  • Silierbedingungen beeinflussen den Nährwert von Grassilage

    In einem Versuch wurde der Einfluss der Schnitthöhe, des Anwelkgrades sowie des Einsatzes von Siliermitteln auf den Nährwert und die Gärqualiität der Silagen untersucht. Im Herbst 2006 wurde eine Kunstwiesenmischung auf 7-8 cm hoch beziehungsweise 3-4 cm tief geschnitten. Ein Teil des Futters beider Varianten wurde direkt einsiliert. Der andere Teil des Futters wurde gezettet und erst am nächsten Tag mit einem höheren TS-Gehalt einsiliert. Zudem wurde von jeder Variante unbehandeltes oder mit Siliermitteln behandeltes Futter einsiliert. Dabei wurde ein Siliersalz und zwei Milchsäurebakterien-Präparate eingesetzt.Beim direkt einsiliertem Futter beeinflusste die Schnitthöhe den Rohaschegehalt und den NEL-Gehalt im Ausgangsmaterial und in den Silagen sehr stark. Durch das leichte Anwelken nahm der Rohaschegehalt ab. Bedingt durch die hohen Nitratgehalte im Ausgangsmaterial fand in allen Silagen keine beziehungsweise nur eine begrenzte Buttersäuregärung statt. Aufgefallen sind vor allem bei den Silagen unter 20 % TS die hohen Essigsäuregehalte mit entsprechend tiefen DLG-Punkten. Durch den Einsatz von Siliermitteln konnten dennoch gewisse Effekte erreicht werden. Beim nassen und stark verschmutzten Futter konnte die Silagequalität durch den Einsatz des Siliersalzes verbessert werden. Beim leicht angewelkten Futter zeigte eines der beiden eingesetzten Milchsäurebakterien-Präparate eine gute Wirkung.

  • Mikrobiologische Qualität und Nährwert von Feuchtheu

    Konservierungsmittel auf der Basis von Propionsäure stabilisieren Dürrfutter, das zuviel Restfeuchte enthält. Mit dem vermehrten Einsatz von Grossballenpressen ist das Interesse an Konservierungszusätzen gestiegen. Während dadurch die Erntearbeiten schlagkräftiger wurden, ist die Konservierung insbesonderse im Fall einer ungenügenden Abtrocknung von Dürrfutter (TS-Gehalt < 85 %) heikler geworden.Die Eidgenössische Forschungsanstalt von Posieux (RAP) hat im Rahmen eines praxisnahen Versuches die mikrobiologische Qualität und den Nährwert von Emd untersucht, das bei einem TS-Gehalt von 76 % zu Rundballen gepresst und mit einem Konservierungsmittel behandelt wurde. Die Untersuchung wurde als Zweifaktorenversuch angelegt, nämlich Dosierung des Konservierungsmittels und Pressentyp. Pressen mit konstanter PresskammerFestkammer haben sich als besser geeignet erwiesen als solche mit variabler Presskammer. Eine Presse mit konstanter PresskammerFestkammerpresse liefert Ballen mit einem relativ weichen Kern, was das Entweichen von Restfeuchte erleichtert. Auch wenn das Konservierungsmittel die Futtererwärmung eindämmen konnte, so befriedigte seine pilzhemmende Wirkung nicht immer, denn einige behandelte Ballen wiesen einen hohen Schimmelpilzbefall auf. Wesentliche Unterschiede in den Nährstoffgehalten zwischen behandelten und unbehandelten Emdballen konnten einzig beim Zucker beobachtet werden. Der deutlich tiefere Zuckergehalt in den unbehandelten Varianten ist Ausdruck einer vermehrten mikrobiellen Tätigkeit. (Wachstum). Hinsichtlich des Proteinwertes hat diese Untersuchung bestätigt, dass eine Futtererwärmung die Abbaubarkeit des Rohproteins im Pansen merklich vermindert.

  • Ursachen von Nährwertschwankungen in Silomais

    Eigenschaften wie Ertragsvermögen, Energiegehalt, Schmackhaftigkeit und hohe Futteraufnahme erklären die grosse Ausdehnung, die der Anbau von Silomais in den letzten 30 Jahren in Europa erfahren hat. Auch wenn Silomais die weltweit am häufigsten angebaute Futterpflanze ist, sind die Methoden der Nährwertschätzung noch verbesserungswürdig. Dazu müssen verschiedene Einflussfaktoren, insbesondere der des Wetters, besser ermittelt werden. Dieser Beitrag fasst den gegenwärtigen Wissensstand zusammen.

  • Nährwert von Triticale für den Wiederkäuer

    Triticale ist in der Schweiz ein wichtiges Futtergetreide geworden. Zahlreiche an der RAP analysierte Proben von Triticale und Ergebnisse von einem Verdauungsversuch mit Schafen haben die in den wichtigsten Tabellenwerken aufgeführten Nährwerte von Triticale bestätigt. Dieses Getreide weist einen für den Wiederkäuer hohen Nährwert auf, der dem von Weizen ähnlich ist und höher liegt als der von Gerste.

  • Wettereinfluss auf Wachstum und Reifung von Silomais

    Das Wetter beeinflusst die Wachstumsentwicklung der Maispflanzen stark. Die benötigte Temperatursumme bis zum Erreichen des Stadiums der Blüte ist sehr konstant. Es besteht eine enge Beziehung zwischen Temperatursumme und Trockensubstanzgehalt des Kolbens beziehungsweise der Ganzpflanze. Bei normalem Wachstum ist die Verdaulichkeit der organischen Substanz (vOS) und auch der Energiegehalt relativ konstant. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen, speziell nach der Blüte, zeigt die vOS insbesondere in Stengeln und Blättern tiefe Werte. Dadurch vermindert sich der Energiegehalt in der ganzen Pflanze.